Ghosthunterteam Bayern e.V. | Ruine Wolfstein

Ghosthunterteam Bayern




PU Bericht
Ruine Wolfstein / Neumarkt
17.08.2013


 

   

Zur Geschichte der Burg:

Ausgrabungsfunde legen nahe, dass die Stelle schon lange vor dem Mittelalter bewohnt war. Erste Spuren eines Burgbesitzers auf dem Wolfstein weisen auf einen "Oudalrich", der 1120 als edelfreier Ritter in einer Urkunden auftritt. Seine Verbindung mit der Burg Wolfstein ist aber nicht gesichert. Im Laufe des 13. Jahrhunderts ist diese erste Linie der Wolfsteiner offenbar ausgestorben. Die bestehende Burg kommt in die Hand Gottfrieds, eines Reichsministerialen aus dem nahegelegenen Sulzbürg. Sein Sohn Gottfried II. nennt sich und sein Geschlecht ab 1290 "von Wolfstein".

Gottfried I. hatte 1242 zusammen mit seiner Frau Adelheid von Hohenfels das Frauen-Zisterzienserkloster Seligenporten (15 km westlich von Neumarkt) als Grablege gegründet. In der gotischen Klosterkirche, die für ein Dorf dieser Größe riesige Ausmaße hat, sind noch Grabsteine und Totenschilde der Wolfsteiner zu sehen.

Durch geschicktes politisches Taktieren sichern sich die Wolfsteiner ein ansehnliches
Herrschaftsgebiet: Ober- und Niedersulzbürg, Pyrbaum und Allersberg gehörten ihnen. Im 14.
Jahrhundert bildeten sich zwei Linien heraus, unter denen auch die Burg Wolfstein aufgeteilt wird.
Ein kaiserliches Privileg von 1414 sicherte beiden die hohe Gerichtsbarkeit. Hans von Wolfstein ist
1460 wieder alleiniger Besitzer. Streitigkeiten mit den wittelsbachischen Pfalzgrafen aus dem nahen
Neumarkt zwingen ihn schließlich, seine Burg in Wolfstein dem böhmischen König zu unterstellen.
Letztendlich konnten sich die mächtigeren Neumarkter dennoch durchsetzen: Der Zwist endete nach
dem Tod von Hans mit dem Verkauf der Burg an Pfalzgraf Otto II. im Jahr 1465. Sie wird danach
Amtssitz eines wittelsbachischen Pflegers, später wird das Pflegamt in die Stadt verlagert. 1504 wird
Burg Wolfstein im Landshuter Erbfolgekrieg beschädigt. Trotz zahlreicher, gut dokumentierter
Instandsetzungsarbeiten ist sie 1607 schon Ruine, Pläne zum Wiederaufbau scheitern.

Die Sulzbürger Linie der Wolfsteiner setzt ihren Aufstieg fort, sie werden 1523 zu Reichsfreiherren
und 1673 sogar zu Reichsgrafen ernannt. Erst 1740 stirbt mit Christian Albrecht von Wolfstein auch
diese Linie aus, die Besitzungen gehen an Bayern. Burg Wolfstein verfällt bis in neuere Zeit, erst 1952
sichert man den Bestand. In letzter Zeit hat der Verein der Wolfsteinfreunde ausgedehnte
Ausgrabungen und Sicherungsmaßnahmen in Angriff genommen, die das Bild der Anlage völlig
verändert haben
(Quelle: http://www.burgenseite.de/html/wolfst.html)


Die PU:

Datum: 17.08.2013
Ankunft: 19.00 Uhr
Mondphase:  85 % zunehmend
Temperatur: 26 Grad sinkend
Luftfeuchte: 57,7 %
Equipment:
Datenlogger (DL140TH u. DL141TH)
Thermometer HT200
IR-Thermometer VA6520
3mal Voltcraft 260-8s
Kaindl Windmaster 2
Gaussmaster
Phillips CRS nebst Zubehör
Zoom H1
Diktiergeräte VN3500PC und VN5500PC
DVR-System mit 8 Nachtsichtkameras und Überwachungsmonitor
Videokameras mit Nightshotfunktion
Fotokameras mit Nightshotfunktion
IR-Strahler Phantom Lite
Stromaggregat ProfiTexx
diverses Zubehör
Anwesende: Trasgu, Hexana, Harritor, Nadine (Black Angel, Anwärterin), zwei Pressevertreter Karl (Reporter) und Amadeus (Fotograf)


Beginn der PU:

Um ca. 18.30 Uhr kam das Team an der Burgruine Wolfstein an. Nach einer kleinen Stärkung und Eintreffen von unserer Anwärterin Nadine mit Karl und Amadeus erkundeten wir zusammen die Ruine. Trasgu und Harritor begannen danach mit dem Aufbau der DVR-Kameras und verteilten die 8 Kameras in der Burg. Nach ungefähr 1 Stunde war alles soweit aufgebaut. In der Zwischenzeit wurden Messungen, Foto- und Filmaufnahmen bei Tageslicht gemacht. Durch viele Besucher die sich zu dieser Zeit noch in der Burg aufhielten wurde das Team gezwungen die Tonaufnahmen zu verschieben.

   

Hexana entschloss sich einen Empfindungstest in den ehemaligen Lagerräumen zu machen. Sie wurde begleitet von Karl und Nadine. Für den Test wurde eine Videokamera aufgestellt und ein Diktiergerät positioniert. Außerdem wurde von Hexana mit dem HT200 während des gesamten Tests Temperaturmessungen vollzogen. Der Test wurde im hinteren Raum der Lagerräume gemacht. Hexana stellte sich in eine Ecke und begann mit Messungen. Ungefähr 3 Minuten nach Beginn trat bei ihr das Gefühl des Unwohlseins auf. Nadine machte Fotoaufnahmen. Nach ungefähr 5 Minuten brach Hexana den Test ab. Nadine erklärte sich bereit an derselben Stelle den Test weiterzuführen. Allerdings wurde auch sie nach ca. 5 Minuten von diesem Gefühl getroffen und brach ab. Hexana entschloss sich zu einem späteren Zeitpunkt diesen Test an der Stelle nochmals durchzuführen.



Nadine und Hexana einigten sich in der Zwischenzeit gemeinsam im Palas Messungen und einen Empfindungstest zu machen. Sie wurden von Karl begleitet. Während des gesamten Zeitraumes konnten keinerlei ungewöhnlichen Aktivitäten festgestellt werden.
Die beiden entschlossen sich ein zweitesmal in den hinteren ehemaligen Lagerraum einen Test durchzuführen. Allerdings ohne weitere Ergebnisse.
Mittlerweile war es ca. 0.00 Uhr und wir hofften zu unseren Tonaufnahmen zu kommen, da keine Besucher mehr anwesend waren. Als wir beginnen wollten kamen allerdings ca. 8 Leute die lautstark in der Ruine die milde Nacht genießen wollten. Eine vernünftige aktive EVP-Aufnahme war somit nicht mehr machbar.
Um ca. 1.00 Uhr entschlossen wir uns, die PU zu beenden. Nach Abbau der Geräte verließen wir um ca. 2.00 Uhr die Burgruine Wolfstein.


Ergebnis der PU:

Sämtliche Ton-/Bild- und Filmaufnahmen zeigten keine Aussergewöhnlichkeiten. Eine aktive EVP-Aufnahme durch das gesamte Team war leider durch die große Besucheranzahl in der Burg nicht möglich. Allerdings wurde versucht in den Empfindungstests Aufnahmen zu machen, die aber ohne verwertbare Ergebnisse blieb.
Auch der Datenlogger blieb ohne nennenswerte Ergebnisse


Fazit:

Während der gesamten PU, sowohl nach Auswertung sämtlichen aufgenommenen Film-Ton und Bildermaterials konnten wir keine paranormalen Aktivitäten feststellen. Die Ruine Wolfstein ist nach wie vor eine imposante Burg, die den Eindruck erweckt wie das Leben im Mittelalter dort war.