Ghosthunterteam Bayern e.V. | Triftsperre Passau

Ghosthunterteam Bayern




PU Bericht
Triftsperre Passau
09.04.2011



     

Zur Geschichte der Location:

Es handelt sich dabei um einen etwas über hundert Jahre alten Durchbruch, durch den man den Weg entlang der Ilz, einem der drei Flüsse Passaus, die dort einen großen Bogen macht, abkürzen kann. Beim Bau des Tunnels soll es laut Legende immer wieder zu tödlichen Unfällen gekommen sein. In diesem Tunnel, der etwa 115 Meter lang ist, soll es angeblich spuken.
Weshalb Spuk? Eine der Legenden sagt, dass in einem nahegelegenen Wirtshaus bei einem Stammtischgelage das Thema Spuk in der Triftsperre angesprochen wurde. Der beim Stammtisch anwesende Pfarrer bestritt diese Aussagen und begab sich zum Beweis, dass das nicht stimmte, um Mitternacht allein in den Tunnel. Am nächsten Morgen erst fand man den Geistlichen - allerdings soll er dem Wahnsinn verfallen sein! Für diese Geschichte gibt es allerdings keine Quelle, es handelt sich möglicherweise um eine typische "urban legend". Eine andere Geschichte besagt, dass während des zweiten Weltkriegs, als die amerikanische Besatzungsmacht in Passau war, in dem Tunnel angeblich eine junge Frau vergewaltigt und umgebracht wurde. Seither soll der Geist der Frau in dem Durchbruch umgehen. Ältere Bewohner der Stadt bestätigen diese Geschichte.
(Quelle: Forumromanum.com)


Die Erlebnisse unserer Augenzeugin:

Vor 12 Jahren besuchte unsere Augenzeugin mit drei weiteren Personen die Triftsperre um die dort gemunkelten Spukphänomenen auf den Grund zu gehen. Sie hatten damals weder Taschenlampen oder sonstiges Equipment dabei. Sie erzählte uns, als sie in der Mitte des Tunnels standen Stimmen vernommen zu haben die aber definitiv nicht von ihnen kamen. Auch ein allgemeines Unwohlsein spürten die Anwesenden. Als sie weiter in den Tunnel sich begaben sagte eine Person plötzlich „raus hier, jemand hat mir meinen Namen ins Ohr geflüstert“. Beim schnellen Verlassen des Tunnels wurde von allen ein Geräusch vernommen dass sich anhörte, als ob eine Person durch das Wasser rennt. Es war aber niemand zu sehen. Die vier Anwesenden rannten aus dem Tunnel und diskutierten erstmal über die Erlebnisse. Nach einer Pause entschieden sich zwei von ihnen nochmals den Tunnel aufzusuchen um dieses Phänomen eventuell aufklären zu können. Unsere Augenzeugin und ein Bekannter blieben auf der Brücke stehen. Als nach 10 Minuten von den anderen beiden keine Spur zu sehen war, wurden sie etwas unruhig. Dabei fiel ihnen ein Geräusch auf dass sich wie ein Hundeknurren anhörte, dieses Geräusch schien aus der Richtung des Tunneleingangs zu kommen. Nachdem die anderen beiden wieder zurückgekehrt waren, wurden sie gefragt ob sie dieses Geräusch auch vernommen konnten. Sie verneinten und sagten dass sie nichts gehört hätten.
Unsere Augenzeugin hatte bei unserem Besuch alleine durch diesen Tunnel zu gehen, da sie diese Erlebnisse von damals doch nie vergessen konnte.


Die PU:


Datum: 09.04.2011
Ort: Triftsperre Passau
Zeit: 21.30 Uhr bis 0.30 Uhr
Mondphase: zunehmend, 1. Viertel
Luftfeuchtigkeit: 66 bis 78 % steigend
Temperatur: 11 Grad bis 6,0 sinkend
eingesetzte Geräte:
2 Diktiergeräte (Olympus)
2 Sony-Camcorder mit Supernightshot
Sony Digitalkamera DSC V1
Gaussmaster
Trifield Natural Meter
Thermometer HT200
IR-Thermometer
Trifeld-Meter Ramsey TMF3CDR2
Digitaler Voice Recorder

Um 21.30 Uhr traf unser Team an der Triftsperre in Passau ein. Wir erkundeten erstmal die
Umgebung und den Tunnel um einen genauen Überblick dieser Location zu gewinnen. Nachdem wir
unser Basis-Lager am anderen Ende des Tunnels aufgebaut haben, warteten wir auf unsere
Augenzeugin. Nach ca. 15 Minuten traf sie mit Begleitung bei uns ein. Sie erzählte unserem Team
nochmals ihre damaligen Erlebnisse und fragte ob sie bei der PU dabei sein darf.

Anschließend führten wir die Ausschlussmessungen durch, wie Temperatur, Luftfeuchte und
sammelten Bild- und Filmmaterial.

Um ca. 22.30 Uhr entschlossen wir uns das Equipment im Tunnel an den von der Augenzeugin
geschilderten Stellen aufzubauen. Für die Aufnahmen stellten wir eine Nightshot-Kamera an die
Treppe beim Eingang des Tunnels sowie den DR2 Voice Recorder auf, um das Phänomen
„Hundeknurren“ untersuchen zu können.

Wir begaben uns alle in die Mitte des Tunnels um dem Stimmenphänomen auf den Grund zu gehen.
Auch hier wurden 2 Diktiergeräte, Trifieldmeter, Trifield-Meter Ramsey sowie die IR-Kamera von uns
stationiert.

Um ca. 22.45 Uhr wurde eine aktive EVP durchgeführt. Schon nach ungefähr 1 Minute Stille wurden
von allen Anwesenden Stimmen vernommen, die aus der Richtung des Eingangs zu hören waren. Es
hörte sich an als ob ca. 10-12 Leute ausserhalb des Eingangs wild durcheinander sprechen würden.
Wir überzeugten uns, dass keine Personen ausser uns anwesend waren. Nach nochmaligem hinhören
wurde dieses „Stimmengewirr“ identifiziert als Echogeräusch des Wassers, dass durch den Tunnel
verstärkt wird. Auch die Auswertung der EVP`s konnte dies bestätigen.

     

Plötzlich vernahmen Hexana, GhostAngel sowie die Augenzeugin das „Hundeknurren“. Der
Eingangsbereich war die Richtung aus dem dieses Geräusch kam, nach 1 Minute klang es aber wieder
ab. Nach ca. 5 Minuten verspürten alle Anwesenden einen rapiden Temperaturfall, wir bekamen alle
gleichzeitig Gänsehaut und fröstelten. Die Messung mit dem HT 200 ergab einen Temperaturfall
innerhalb von 2 Minuten von 9,2 Grad auf 6,0 Grad. Es wurde aber festgestellt, dass zu diesem
Zeitpunkt ein erhöhter Winddurchzug im Tunnel herrschte. Trasgu überprüfte die Luffeuchte mit
dem HT 200 und stellte fest, dass die Luffeuchtigkeit von fast 77 % schlagartig auf 66,6 % gesunken ist.

Um ca. 23.30 Uhr entschlossen wir uns eine Pause einzulegen und begaben uns zurück zum Basis-Lager dass sich ausserhalb des Tunnels befand. Die Geräte liefen in der Zeit weiter.

Nach einer 15-minütigen Pause suchten wir erneut den Tunnel auf. Eine zweite aktive EVP-Aufnahme wurde von uns begonnen. Als Trasgu einen Blick in Richtung Treppe warf, fiel ihm auf dass die Nightshot-Kamera verschoben war. Das IR-Licht dass am Anfang zu uns zeigte war nicht mehr da. Geist78 und Trasgu begaben sich zur Treppe um das zu überprüfen. Tatsächlich war die Kamera verdreht auf dem Stativ und zeigte Richtung Wand. Bei der Auswertung wurde aber festgestellt, dass Geist78 bei der ersten Überprüfung der Geräte an der Kamera hängen geblieben ist ohne es bemerkt zu haben.
Wir beendeten um 0.30 die PU und begaben uns auf den Heimweg.

   

Auswertung:

Gaussmaster: Keine Auffälligkeiten
Trifieldmeter: Keine Auffälligkeiten
Filmaufnahmen: Das verdrehen der Kamera an der Eingangstreppe wurde aufgeklärt. Geist78 blieb unbemerkt hängen und verdrehte die Kamera in Richtung Wand
Fotoaufnahmen: Keine Auffälligkeiten
Tonaufnahmen: Das von 3 Personen vernommene Geräusch des „Hundeknurrens“ deutet auf der am Eingang befindlichen Stahlplatte hin. Durch den Druck des Wassers verursacht diese Platte Geräusche, die einem Hundeknurren ähneln.
Temperatur: Der Temperaturfall von 9,2 Grad auf 6,0 wurde verursacht durch den verstärkten Winddurchzug.
Luftfeuchte: keine gravierenden Auffälligkeiten

Fazit:

Wir haben bei dieser PU keine paranormalen Phänomene vorfinden können, können aber nicht zu 100% sagen, dass dort nichts außergewöhnliches stattfindet.