Ghosthunterteam Bayern e.V. | Ruine Kürnberg/Pösing

Ghosthunterteam Bayern




PU Bericht
Ruine Kürnberg bei Stamsried
27.07.2013



     

Zur Geschichte der Burg:

Die Kürner stammen ursprünglich aus dem Ort Kürn, der zwischen Regensburg und Nittenau liegt. Sie waren Minsterialen der bayerischen Herzöge. 1272 werden sie in einem Vertrag des Herzogs zum ersten Mal genannt, ihr Geschlecht ist aber wohl älter. In der Folge steigen sie im Dienst ihres Herren stetig auf: Seit 1337 wird Dietrich der Kürner vom Herzog immer wieder zum Schiedsrichter in wichtigen Rechtsangelegenheiten berufen. Sein Sohn Dietrich II. ist als Viztum von Nabburg ein wichtiger Regierungsbeamteter.

Im Jahr 1346 erhält Dietrich II. vom Pfalzgrafen Ruprecht II. Stamsried zu Lehen und verlagert in der Folge den Schwerpunt seiner Herrschaft dorthin. Im Ursprung gehörte das Land wahrscheinlich dem Bischof von Bamberg, dessen Vögte die Pfälzer in diesem Gebiet waren. 1354 bekommt Dietrich die Erlaubnis, die Burg Kürnberg auf dem Heitberg bei Stamsried zu bauen, fortan nennen sich er und seine Nachkommen Kürner von Kürnberg. Ihre Heimatburg verkaufen sie 1394 an die Paulsdorfer. Weitere Kürner tauchen in der Folge auch immer wieder als Domherren zu Regensburg auf.

Mit Hans Kürner ist 1422 der letzte Kürnberger genannt, rechts sein Wappen. Er verkauft die Burg 1423 an Ulrich Warberger. 1499 kommt die Burg an Ludwig von Habsberg, der sie noch einmal für den Gebrauch von Feuerwaffen ausbauen lässt. 1532 übernehmen die Muracher, die aber Kürnberg später nicht mehr bewohnen. Im Dreißigjährigen Krieg erobern 1634 die Schweden Stamsried und belagern und zerstören die Burg. Seitdem ist sie verlassen, der Herrschaftssitz ist nach Strahlfeld gewandert. Ende der 70er Jahre umfassende Sicherungsmaßnahmen.
(Quelle Grundriss und Text: http://www.burgenseite.de/html/kuernb.html)


Die PU:

Datum: 27.07.2013
Ankunft: 20.00 Uhr
Mondphase:  73 % abnehmend
Temperatur: 27,5 Grad
Luftfeuchte: 43,68 %
Equipment:
Datenlogger (DL140TH u. DL141TH)
Thermometer HT200
IR-Thermometer VA6520
3mal Voltcraft 260-8s
Trifield Natural Meter
Kaindl Windmaster 2
Gaussmaster
Hutech EMF-Checker
Phillips CRS nebst Zubehör
Zoom H1
Diktiergeräte VN3400PC und VN5500PC
DVR-System mit 8 Kameras und Überwachungsmonitor
Videokameras mit Supernightshotfunktion
Fotokameras mit Supernightshotfunktion
Edoskopkamera
IR-Strahler Phantom Lite
Stromaggregat ProfiTexx
diverses Zubehör
Anwesende : Trasgu, Hexana, Harritor, Andastra und Reare


Nach einem sehr anstrengenden Aufstieg, etwa 200 Meter steil bergauf und bepackt mit Equipment, kamen wir gegen 20.00 Uhr auf der Burgruine an. Nach einer erholsamen Pause erkundeten wir zuerst die Location. Harritor und Trasgu nahmen nochmal den Weg auf um das restliche Equipment aus unseren Autos zu holen.
Nach Ankunft der beiden wurde das DVR-System aufgebaut, das sehr viel Zeit in Anspruch nahm, da alle Kabeln verlegt werden mussten die für die Kameras vorgesehen waren. In der Zeit wurden von Reare und Hexana Foto-und Filmaufnahmen der Burgruine gemacht.

 

Die Kameras für das Überwachungssystem wurden soweit die Reichweite der Kabel ausreichten in der Burg aufgestellt.

   
(Arbeiten am DVR-System)


Um ca. 21.40 begann die Untersuchung. Es wurden Nightshotaufnahmen gemacht mit Fotokameras und Videokameras. Die Temperatur blieb konstant leicht sinkend.
Andastra erklärte sich bereit einen Empfindungstest in der ehemaligen Kapelle zu machen. Hierfür nahm sie eine Nightshot-Videokamera sowie ein Diktiergerät mit (siehe Ausschnitt). Das restliche Team blieb in ca. 15 Meter Entfernung. Nach ca. 10 Minuten brach sie den Empfindungstest ab, da es ihr unwohl wurde durch den hinter ihr befindlichen Abgrund und der Dunkelheit. Während des Empfindungstests kamen keine ungewöhnlichen Ereignisse vor.

Das Video dazu finden Sie hier: Empfindungstest

Um Mitternacht entschlossen wir uns eine aktive EVP-Aufnahme zu starten. Hierfür wurden sämtliche Nightshotkameras und Diktiergeräte um das Basislager aufgebaut. Während der gesamten Aufnahme blieb es ruhig und es kamen keine ungewöhnlichen Ereignisse vor. Nach ca. 30 Minuten beendeten wir die EVP-Aufnahme.
Nach Abbau des gesamten Equipments um 01.00 Uhr begaben wir uns, vollbepackt mit dem Equipment auf den Rückweg.


Ergebnis der PU:

Sämtliche Ton-/Bild- und Filmaufnahmen zeigten keine Aussergewöhnlichkeiten.
Auch der Datenlogger blieb ohne nennenswerte Ergebnisse


Fazit:

Während der gesamten PU, sowohl nach Auswertung sämtlichen aufgenommenen Film-,Ton- und Bildmaterials konnten wir keine paranormalen Aktivitäten feststellen. Die Burgruine Kürnberg ist eine sehr beeindruckende Ruine und strahlt ihre Geschichte in allen Räumen und Plätzen aus.

Weitere Fotos sind in unserer Bildergalerie zu finden.