Ghosthunterteam Bayern e.V. | Ruine Kallmünz

Ghosthunterteam Bayern




PU Bericht
Ruine Kallmünz / Opf.
26.02.2011





(Quelle: http://www.kallmuenz.de/Burgfuehrung-0-0-0-56-41-0.htm)


Zur Geschichte der Burg:

Eine aus der Bronzezeit (ca. 2000-1900 v. Chr.) stammende, ausgedehnte vorgeschichtliche Anlage (ca. 50 ha) belegt mit Siedlungszeugnissen aller Perioden die Attraktivität dieses Felssporns zwischen Naab- und Vilstal.
Vor der Burgruine ragt ein weiterer Wall (ca. 1200 v. Chr.) auf, der im Volksmund „Ungarnwall“ genannt wird und damit vermutlich der Bevölkerung der Umgebung bei den Ungarneinfällen im 10. Jahrhundert als Rückzugspunkt diente.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde Kallmünz in einer Urkunde des Bischofs Wolfgang im Jahre 983. 1271 ist ein bayerischer Ministerialer namens Hugo von Kallmünz urkundlich feststellbar. Im Hausvertrag von Pavia 1329 wird die mittelalterliche Burg aber erstmals als Besitz der Wittelsbacher genannt. Erbauer und Bauzeit bleiben im Dunkeln, anhand der auffindbaren Baustile kann sie in die Zeit des Übergangs von der Spätromanik zur Frühgotik (ca. 1230-1250) datiert werden.

Diese Burg wurde von Ludwig dem Bayern 1344 zunächst an Regensburg, später an Thüringen, sodann an Hessen verpfändet. Wenige Jahre danach gelangten wechselnde Zweige der Familie der Wittelsbacher (Pfalz, Oberbayern, Pfalz-Neuburg) wieder in den Besitz der Burg. Während des Landshuter Erbfolgekriegs setzten pfälzische Truppen die Burg 1504 in Brand.
Herzog Wolfgang Wilhelm (1578-1653) machte Kallmünz zur pfalz-neuburgischen Hauptmünzstätte.

Nach ihrem Wiederaufbau wurde die Burg im Dreißigjährigen Krieg zunächst von den kaiserlichen Truppen geplündert. Schwedische Truppen setzten sie 1641 in Brand und zerstörten sie endgültig.
(Quelle: Wikipedia)

Wir suchten uns diese Location aus, da sie doch eine sehr bewegende Geschichte hinter sich hat und wir die Burg Kallmünz schon immer untersuchen wollten.


Die PU:


Datum: 26.02.2011
Ankunft: 21.00 Uhr
Mond: abnehmender Mond (4. Viertel)
Temperatur: 9,4 Grad bis -2,0 Grad sinkend
Luftfeuchte: 35 % bis 70 %
Equipment:
Datenlogger DL140TH
2 Videokameras mit Night-Shot
Gaussmaster
Trifieldmeter
IR-Thermometer
Voltcraft HT200
Sony DSC-V1,
Modified Full Spectrum T-700 Camcorder
DR2 Digitaler Voice Recorder
sowie 2 Diktiergeräte
Anwesende: Trasgu, Hexana, sowie 2 Ex-Mitglieder

Es existiert ein Fussweg zur Burg, die aber nur aus Treppen besteht. Da wir doch einiges an Equipment dabei hatten, entschlossen wir uns nach dem Weg zu suchen der mit dem Auto zu befahren ist. Eine abenteuerliche Auffahrt erwartete uns. Dieser Weg ist nicht geteert und ist mit sehr grossen Steinen versehen. Ausserdem war der Abgrund sehr nahe und es erforderte von Trasgu höchste Konzentration um das Team heil nach oben zu bringen. Ca. 100 Meter von der Burg entfernt scheiterten wir vor einem großen Stein, der mitten im Weg lag. Da Trasgu die Gefahr als sehr hoch einschätzte etwas am Auto zu beschädigen, entschied er sich an dieser Stelle das Auto abzustellen und die restlichen Meter die Burg zu Fuss zu erklimmen.

Um ca. 21.15 Uhr hatten wir die Burg erreicht. Wir schlugen unser Basislager vor dem Palas auf und schauten uns erstmal um. Trasgu und Hexana kannten diese Location schon von einem Besuch der letztes Jahr stattgefunden hatte.

Zuerst stellten wir Temperatur sowie Luftfeuchte fest. Das Trifieldmeter, der Datenlogger, das Gaussmaster sowie 1 Diktiergerät positionierten wir in einem der Räume des Palas. Um 21.47 Uhr begannen wir mit der aktiven EVP-Aufnahme. Während der Aufnahme wurde auch etliches Fotomaterial gesammelt. Hierbei befanden wir uns alle im gleichen Raum. Nach ca. 5 Minuten fühlte sich Hexana vom danebenliegenden Raum beobachtet. Daher entschlossen wir uns erstmal diesen Raum in Augenschein zu nehmen und versammelten uns alle in dieser Räumlichkeit. Hexana positionierte das 2. Diktiergerät in einer Nische. Danach führten wir die aktive EVP-Aufnahme in diesem Raum fort. Nach ca. 3 Minuten Befragung bemerkte GhostAngel eine Bewegung eines großen Grasbüschels der sich genau vor ihr befand, allerdings herrschte genau zu diesem Zeitpunkt absolute Windstille und es bewegte sich auch sonst kein anderer Grashalm (siehe Bild).

Wir stellten wie gewohnt unsere Frage: „Wenn hier jemand ist, der soll sich doch bitte nochmals bemerkbar machen“. In diesem Moment hörten wir alle, dass ein Stein von der Außenmauer des Palas genau in den Raum fiel, in dem wir uns befanden. Noch während der Diskussion über diesen Vorfall, ca. 1 Minute später klingelte Hexanas Handy (das hatte sie vor der PU ausgeschaltet, Zeuge Trasgu und GhostAngel), dieses Handy kann nur benutzt werden nach Eingabe einer PIN. Es stellte sich heraus dass Reare genau zu diesem Zeitpunkt Hexana telefonisch erreichen wollte. Diese 2 aufeinanderfolgenden Erlebnisse zwangen uns erstmal zu einer Beratungspause. Nach ca. 5 Minuten einigten wir uns, dass Trasgu und Hexana in den anderen Raum, in dem wir unsere Geräte aufgebaut hatten, die EVP fortzuführen. GhostAngel und Geist78 verweilten in dem Raum in dem die Vorfälle stattgefunden haben.

Auch während dieser aktiven EVP-Aufnahme sammelte Hexana Fotomaterial. Nach ca. 3 Minuten spürte Hexana wieder dieses Beobachtungsgefühl, diesmal aber genau hinter sich.
Da sich keine weiteren Vorfälle mehr ergaben, entschlossen wir uns um 22.42 Uhr die Untersuchung zu beenden, da es doch sehr kalt war.

Auswertung:

Die Auswertung des Datenloggers der Temperatur und Luftfeuchte aufzeichnete ergab keinerlei Auffälligkeit, ebenso die Video- und Tonaufnahmen. Bei der Betrachtung eines von der Sony DSC-V1 (Nightshot-Funktion) aufgenommenen Bildes wurde eine kleine Auffälligkeit festgestellt.

Unser Fazit:

Wir können nicht vollkommen ausschließen, dass auf der Burg Kallmünz keine paranormalen Aktivitäten vorkommen, da wir diese 2 Vorfälle (Steinschlag u. Handy) uns nicht erklären können. Wir werden auf jeden Fall diese Vorfälle auf den Grund gehen und nochmals in diesem Jahr diese Location besuchen.