PU-Bericht vom 30.04.2010 im Landkreis Lichtenfels/Oberfranken
Auf Wunsch unserer Klientin um Anonymität werden keine Namen und Orte genannt bzw. Fotos abgebildet.
Am 30.04.2010 wurden wir durch einen Hilferuf einer Familie in unserem Einzugsgebiet gerufen.
Zum Objekt:
Das Zweifamilienhaus befindet sich ca. 1 km vom Ortskern entfernt und liegt in einer Altbausiedlung mit ruhiger Umgebung. Das Haus wurde in den 60er Jahren erbaut und wurde aber zwischenzeitlich von Seiten der Vermieterin isoliert und in Stand gehalten.
Die Familie bewohnt im 1. Obergeschoss die ca. 80 qm große Wohnung zur Miete, die von ihnen beim Einzug restauriert und umgebaut wurde. Diese Räume wurden laut unserer Klientin bis zum dem Tod des Vermieters durch die Eheleute bewohnt. Nach der aufwendigen Restaurierung und Umbauten sind einige Räume nicht mehr der gleichen Nutzung zugeteilt wie vor dem Umbau. Unsere Klientin berichtete auch uns davon, dass sie die Wohnung auf Wasseradern und undichte Stellen überprüfen ließ.
Von unserer Klientin geschilderte Erlebnisse bzw. Beobachtungen Kinderzimmer (vor dem Umbau Schlafzimmer der Vermieter, der Vermieter verstarb in diesem Zimmer vor 2 Jahren)
Der 8-Monate alte Sohn wacht Punkt 22.00 Uhr fast täglich auf, schreit aus vollem Leib und starrt in die gegenüberliegende Zimmerecke. Auch nach Betreten unserer Klientin ins Kinderzimmer weicht der Blick des Kindes nicht von dieser Ecke und von ihrem Sohn kommt keinerlei Reaktion auf sie. Sie teilte uns auch mit, dass sie beim Kinderarzt war und ihren Sohn untersuchen ließ, wobei nichts auf ein Krankheitsbild hindeutet.
Unsere Klientin berichtete, dass sie beim Betreten des Kinderzimmers schon mehrmals ein Schatten neben dem Kinderbettchen vernommen hat. Dabei stellte sich bei ihr ein gewisses Kältegefühl ein und sie hatte das Gefühl dieser Schatten „huscht“ an ihr vorbei.
Wohnzimmer/Küche:
Sie erzählte uns auch von einem Beobachtungsgefühl im Wohnzimmer. Wenn sie alleine in der Wohnung ist und sich im Wohnzimmer aufhält , fühlt sie sich öfter beobachtet, wobei ihr Blick immer Richtung Küche geht. Dabei erlebte sie zweimal wie die Küchenlampe hin und her schwankte obwohl sämtliche Türen und Fenster verschlossen waren.
Schlafzimmer:
Ebenso berichtete sie von unsichtbaren Wangenberührungen im Schlafzimmer, obwohl niemand zu diesem Zeitpunkt anwesend war. Dies wurde auch durch ihren Lebensgefährten verspürt, wobei er an Paranormales nicht glaubt.
Die Untersuchung:
Datum: 30.04.2010
Zeit: 20.30 Uhr bis 23.30 Uhr
Temperatur: 20 bis 21 Grad Zimmertemperatur
Luftfeuchte: 58 bis 61,5 %
Mondphase: abnehmend
Teilnehmer: Unsere Klientin, Hexana, Ghostbabe, Charon und Hardy (Bewerber für unser Team)
Verwendetes Equipment: Gaussmaster, Trifieldmeter, Diktiergeräte, Video- u.
Fotokameras, IR-Thermometer, Datenlogger,
Luftfeuchte-/Temperaturmessgerät
Die Ausschlußmessungen begannen wir im Kinderzimmer, da von unserer Klientin berichtet wurde dass hier die meisten Erlebnisse vorkommen. Es wurde aber keinerlei Abweichung unserer Geräte aufgezeigt bzw. aufgezeichnet. Auch die Überprüfung der darin befindlichen Nachtspeicherheizungen blieben ergebnislos. Unsere Klientin berichtete uns, dass diese Heizungen nie angestellt werden, da die Wohnung ausschließlich mit einem Holzofen beheizt wird, der sich im Hausgang befindet. Anschließend untersuchten wir die gesamte Wohnung und stellten hierbei aber auch keine Abweichungen fest. Das neue TV-Gerät der Familie wies bei eingeschaltetem Zustand einen Wert auf, der nicht von den normalen Strahlen-Bereich abweichte. Wir entschlossen uns im Kinderzimmer ein Sit-in abzuhalten und bauten zusätzlich zu unseren Geräten einen Move-Test auf. Unsere Klientin nahm auch an diesem Sit-in teil, da sie selbst wissen wollte was ihr Angst macht. Die EVP`s sowohl unsere Aufzeichnungen des Datenloggers blieben nach Auswertung ohne Ergebnis. Es wurde aber während des Sit-ins von mehreren Teilnehmern und von unserer Klientin eine Anwesenheit bzw. ein Beobachtungsgefühl verspürt. Charon verspürte immer wieder eine Kältequelle, die sich später aber als undichte Eingangstür im Flur herausstellte. Wir ließen ein Diktiergerät (im Kinderzimmereck) als auch eine Videokamera nach unserem Sit-In weiterlaufen und begaben uns ins Schlafzimmer.
Auch hier wurde eine aktive EVP durchgefürt, die leider ohne Erfolg blieb, wie auch in der Küche. Außer den natürlichen Geräuschen einer Wohnung wie Holz und Möbel die sich ständig entlasten, waren auf den EVP`s nichts zu hören. Der Move-Test war auch ohne Ergebnis.
Unser bisheriges Fazit:
Zu dem Zeitpunkt unserer Anwesenheit in der Wohnung wurden keine paranormalen Aktivitäten festgestellt. Unsere Geräte wiesen keinerlei Daten auf, die auf paranormale Aktivitäten hindeuten könnten.
Ratschlag an unsere Klientin:
Wir berichteten unsere Klientin über die Ergebnisse der Auswertung und rieten ihr zum Führen eines Spuk-Tagebuches über einen Zeitraum von 4-6 Wochen. Danach wird sich unser Team mit der Klientin wieder in Verbindung setzen um eine eventuelle Nach-PU mit ihr zu vereinbaren.